Mittwoch, 27. Juni 2007

Letzte Woche

Diese ist die dritte und somit letzte Woche im Kalra Hospital. Am Samstag haben wir unseren letzten class day und das wird am Abend gefeiert. Oder auch nicht? Wir sind naemlich um 20:30 zu einem dinner eingeladen und ich befuerchte, dass es hoechst foermlich wird. Als Gastredner wird ein Arzt aus Harvard reverieren und wir sind die Gaeste von Prof. Manshermani. Jener Prof. der uns jeden Samstag und Donnerstag unterrichtet. Heute hat er uns eine Patientin praesentiert mit typischen Angina pectoris Beschwerden, allerdings zeigt sie keine EKG Veraenderungen und bei der CART Untersuchung wurden keine Stenosen gefunden. Ueber sie werden Denis und ich morgen referieren und wahrscheinlich wieder mal vorgefuehrt ;]
Na, da setzt der Monsum ein, es kuehlt ab und der Denis verkuehlt sich :] Aber keine Sorge er ist schon wieder voll einsatzfaehig.
Ahh, Hatti: ich hab schon mit Dr.Ankur Kalra gesprochen. Es ist alles
geregelt, du pennst bei uns im Zimmer Wir koennen bis Dienstag noch in unserem Zimmer im Krankenhaus kancken. Dann siehst du auch wies dort ablauft und noch dazu bist du fern ab jeglichen Tourismus.
Aber keine Sorge die Toursitenszene zeigen wir dir auch noch, ich sag nur,
ohh Jesus all Hippis vereinigt euch ;] Fuer Delhi haben wir dir zwei der genialstenFuehrer organisiert, wahnsinns Typen und unheimlich belesen. Sie holen dich auch am Flughafen ab ;] Wir haben uns schon ein sightseeing Programm fuer Delhi fuer dich ueberlegt.
Wir haben uns gedacht, dass wir am Dienstag in der Frueh nach Agra starten. Die Fahrt dauert lediglich zwei Stunden. Die Tickets wollten wir heute auch schon reservieren bzw. kaufen, aber das geht nur gegen Vorlage des Passes. Also werden wir das gemeinsam am Montag machen. Wir haetten dann den gesamten Dienstag in Agra. Fort und Taj MahalMittwoch starten wir von dort aus einen Tagesausflug in eine etwa 40km entfernte Ruinenstadt, die geschichtlich eine grosse Bedeutung spielt. Am Abend zurueck nach Agra. Naechsten Tag wollen wir auch noch dort verbringen. Um noch mal alles auf einen einwirken zu lassen. Wahrscheinlich am naechsten Morgen, also Freitag weiter nach Rajasthan, genauer Jaipur. Passt, oder.
Liebe Gruesse an alle. Fortsetzung folgt.....................
Rikshafahrt von Purana Quila zur Indraprashta Metro Station, voellig fertig von unserer Hitzeschlacht

Familienpickinick am Fusse der Moschee im Purana Quila Fort

Inside Purana Quila

Haupteingang Purana Quila - Touris 100 Rs/ Inder 15 Rs

Sonntag, 24. Juni 2007

Purana Quila

Spricht fuer sich selbst



So, nach einer unglaublichen Odysee haben wir nun doch noch Purana Quila erreicht. Ein wunderschoenes Fort in einer unglaublichen Hitze! Wir waren naemlich so g'scheit und sind zur Mittagszeit dort hin. Jeder noch so kleine Schattenfleck wurde gnadenlos von uns beansprucht.






Am Eingang zu einem Hindu Tempel in der Naehe des Purana Quila. War eine etwas unangenehme Situation, da sehr viel bettelnde Menschen und darunter auch ein paar Betrunkene sich vor diesem Tempeln aufhielten. War nicht ganz einfach die Stimmung richtig einzuschaetzen.
Dort haben wir auch eine Frau mit Elephantiasis gesehen.


In unserem Zimmer mit Madan. Er hat uns jeden Tag das Fruehstueck gebracht und uns die ersten essentiellen Tipps zum Essen in Indien gegeben.
Er hat nun einen Monat Urlaub den er nutzt nach Hause zu fahren. Er kommt naemlich aus Darjeeling, dem beruehmten Tee Anbaugebiet und hatt eine 1 1\2 tages Reise am hard seat vor sich.


In der naehe des India Gates in zentral Delhi wandeln die Kinder einen Brunnen zum Freibad um. Als sie mich beim fotographieren erwischen wurden sie ganz uebermuetig.

Samstag, 23. Juni 2007

Warum das Foto so finster ist? Naja der Affe fand mich nicht sympatisch und den Blitz schon gar nicht. Dieses Bild ist ja noch harmlos. Nachdem ich ihn geknippst habe haettet ihr ihn sehen solln, aber hola!!


Keine Sorge wir sind wieder fit. Nachdem wir zu Wochenbeginn mehr im Bett und auf dem Klo verbracht haben, starten wir wieder so richtig durch. Heute haben wir sogar drei Stunden Unterricht auf uns genommen, obwohl Samstag ist. Aber dreimal die Woche kommt ein alter Prof. der einem so einiges beibringen kann. Er unterrichtet sogar in Cambridge, uhhh. Vorausgesetzt man versteht ihn :) Er hat uns fuer naechsten Samstag zu einem feierlichen dinner eingeladen, an dem weitere 50 Aerzte teilnehmen. Diese Woche war eigentlich sehr lehrreich. Einige interessante Faelle gesehen und wieder mal so einige EKGs interprediert. Am Donnerstag waren wir auf der heart command, eine Art Intensivstation mit 12 Betten. Z.B. wurde ein 28 jaehriger Bursch mit Herzinfakt eingeliefert, ein aelterer Herr mit tuberculoeser Meningoencephalitis mit neurologischen Ausfaellen (Hirnentzuendung aufgrund einer Tuberkuloseinfektion) und eine 50 jaehrige Dame die immer wieder ventrikulaere Tachykardien (eine Art Herzrasen) entwickelte. Im laufe unseres Vormittages wurde sie in etwa 10 mal geschockt. Nun hat sich ihr Zustand schon wieder gebessert.
Am Mittwoch waren wir chinesisch Essen, obwohl wir keinen unterschied zu indisch herausfinden konnten. Donnerstag wollten wir ins Kino, aber es wird in ganz Delhi zur Zeit nur "ein" Film gespielt, JhoomBarabaJhoom. Die Titelmusik wird ueberall auf und ab gespielt. Naja nachdem wir 6 Kinos abgeklappert haben, haetten sie uns fast so weit gehabt und wir haetten uns ihn doch noch angesehen.
Das mit dem Alk ist so eine Sache......... nur in wenigen Lokalen bekommt man Bier oder Haerteres, da sich das Lokal eine Lizenz dafuer besorgen muss und die ist anscheinend nicht so guenstig. Daher bezahlt man noch so einiges bei seinem Bier an Taxen drauf. Man bezahlt im Lokal eigentlich den gleichen Preis wie bei uns, oder auch mal mehr. Ansonsten schmeckt es ganz gut. Good old Vietnam, wo wir noch 2000 Dong, also 10 Cent fuer ein kleines Bier bezahlten :( Ahh, in manchen Lokalen muss man sogar 25 sein. Deswegen das grosse Foto vom Denis, er haette wohl auch nicht gedacht, dass er nochmal illegal Bier trinkt.
Auf den restlich Fotos unten ein paar Eindruecke von Delhi. (Counaught Place)






















Sonntag, 17. Juni 2007

travellers disease arrived


Auf diesen Verkehrsinseln schlafen die Automechaniker in unserem Viertel, Kirti Nagar

Hi, alle mit einander!
Zu unserer Famulatur: Wir sind in einem Krankenhaus mit 105 Betten, welches Dr.Kalra aufgebaut hat. Wir beginnen in der Regel um 9:30 und koennen uns taeglich aussuchen auf welche Station wir wollen. Da dieses Krankenhaus hauptsaechlich fuer besser situierte Inder ist, ist auch die Kommunikation nicht allzu schwer. Behandelt wird alles, d.h. es gibt keine Faecher spezifischen Stationen, sondern ein bunt gemischtes Vielfaches. Um 11:00 ist Tee Zeit und um 13:00 waere Mittag. Allerdings beginnt um 12:30 die grosse Visite mit dem big Boss und hier zu fehlen waere fatal. Diese Runde dauert dann in etwa 3 Stunden und ist mehr oder weniger eine one man show. Naja und wer jetzt glaubt das sei ein gemuetlicher Arbeitstag der hat sich geschnitten. Wer diese drei Stunden heil ueberlebt hat Glueck. Denis und ich werden richtig hart gezapft! Eine Frage nach der anderen und das in indisch-englisch, uff. Wenn wir was nicht verstehen, dann erklaert es uns Nellson, ein nigerianischer Gastarzt mit seinem afrikanischen-englisch. Oft geht es uns danach auch noch nicht besser. Ich glaube es hat einmal drei Tage gedauert bis wir die erste Frage richtig beantwortet haben. Aber dafuer lernen wir doch einiges, besonderes das Interpretieren des EKGs.
Ich habs ja gewusst, Indien ist das Land fuer trevellers disease und so bleibt es wohl auch uns nicht erspart. Shit und der ziemlich oft und duenn mann! Gruesse an Michi ;-)
Ahh, fast vergessen, gestern gingen wir mal auf einer Strasse die gaehnend leer war, als uns ein Mann begegnete mit starrem Blick und von sich selbst sehr ueberzeugt, sagte er: "I god", darauf folgte "I Jesus", aber so manch ein Tourist sieht viel ueberzeugender aus :)
Naechste Woche sind wir auf das Landhaus vom Grossvater unseres Chefs eingeladen. Der versorgt uns die ganze Zeit mit frischen Mangos.























1) Fahrt mit einem Sikh in seiner Motorriksha zum Nationalmuseum
2) Verblueffende Aehnlichkeit ;)
3) India Gate, Central Delhi, Samstagausflug
4) Festtagsstimmung am India Gate mit Blasmusikkapelle und Kolonialflair
5) Blick vom Shelton Hotel auf das Viertel von Parahganj

Freitag, 15. Juni 2007

Achtung, Loo!

Die Hoehle hat einen Namen "Loo". So wird der heisse Wind liebevoll von den Indern zu dieser Jahreszeit genannt. Als wir am naechsten Tag die Stadt erkunden wollten, wurde uns schnell klar, dass die unzaehligen Wahrnungen des Krankenhaus Personals durchaus begruendet waren. Wir schafften es gerade mal 10 Minuten in dieser unbeschreiblichen Hitze zu ueberleben. 48 Grad und ein Wind der sich in etwa so anfuehlt, als ob dir jemand einen brennend heissen Foen entgegen haelt. Meine Finger wurden inherhalb Kuerzerster Zeit schmerzhaft rot. Wohlgemerkt von der Hitz, nicht von der Sonne, welche aufgrund des starken Smogs nie wirklich zu sehen ist.














1)Denis bei einem scharfen Thali, was man auch sieht, oder?
2) Heli bestellt sein erstes Dosa, uff
3) Rotes Fort in Old Delhi
4) Heillige Kuh im Backpackerviertel Pahraganj
5) Toepfer um die Ecke beim KH

Namaste Indien!

Welche Filme werden auf einem Flug nach Delhi wohl gezeigt? Na klar, Bollywood.
Als wir in Delhi um 24:00 Uhr ankammen hatte es noch immer 39 Gard! Somit war meine Wette mit Denis gewonnen. Er dachte naemlich, dass es nicht mehr als 25 Grad habe. Das naechste Bier ging auf ihn. Ihr haettet mal das Gesicht sehen muessen, als er drauf kamm, dass die Hitze nicht von den Flugzeugturbinen kam.
Abgeholt wurden wir vom Rettungsfahrer unseres Krankenhauses, der uns auf den schnellsten Wege ins Kalra Hospital fuhr. Die Fahrt selbst war ja schon wieder die Reise wert. Nachdem er das Blaulicht einschaltete ging die Post ab. Ich hatte ganz ehrlich Probleme mich auf dem Krankenbett fest zu halten und Denis unterhilt sich die gesamte Fahrt mit dem Fahrer. Na ja warum auch nicht, er konnte ja immerhin "kein" Englisch und Denis ein Wort Hindi :) Dazu kam der ungewohnte englisch-indische Verkehr.
Unsere Kleidung vollkommen durchgeschwitzt, kammen wir am KH an. Gerade erst ausgestiegen, salutierte schon der Haus eigene Wachdienst vor uns. Und das in jedem Stockwerk bis wir unsere Zimmer fuer die naechsten drei Wochen erreichten. Mitlerweile war es schon 2:30, aber die Neugierde der Schwestern riss nicht ab und so kammen wir erst um 4:00 ins Bett. Ahh, das Zimmer. Wir haben sogar unseren eigenen Sauerstoff und Absaugpumpen neben dem Bett. Pimp my room.